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Arbeitsausfälle durch Corona auf Rekordniveau

Die Corona-Pandemie setzt hunderttausende Erwerbstätige außer Gefecht: Infektionen und Quarantänemaßnahmen haben in den vergangenen Monaten zu massiven Arbeitsausfällen geführt. Mehr denn je kommt es auf guten Arbeits- und Gesundheitsschutz  an – erst recht seit dem Ende der Homeoffice-Pflicht.

 

63,5 Millionen Arbeitstage sind bundesweit zwischen Oktober 2021 und Februar 2022 nicht geleistet worden, weil Erwerbstätige krankheits- oder quarantänebedingt ausgefallen sind. Das entspricht einem geschätzten Ausfallvolumen von 383 Millionen Stunden oder 8,4 Stunden je Erwerbstätigem. Die Zahlen verdeutlichen, wie sehr die Corona-Pandemie die Arbeitswelt zuletzt lahmgelegt hat.

63,5 Millionen

In einem aktuellen Beitrag schätzt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung die Arbeitsausfälle basierend auf Annahmen zur Betroffenheit der Erwerbstätigen von Infektionen mit dem Sars-Cov-2-Virus und den Quarantänebestimmungen. Haupttreiber der Ausfalltage sind die im betrachteten Zeitraum stark gestiegenen Infektionszahlen, ausgelöst durch die ansteckendere Virusmutante Omikron. Ende Februar 2022 waren nach Berechnungen der Forscher ungefähr 725.000 Erwerbstätige mit Covid-19 infiziert. Auch Krankschreibungen wegen Impfreaktionen tragen zu den hohen Arbeitsausfällen bei.

Rekordwerte sind bei der Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund von Atemwegserkrankungen zu verzeichnen: Sie lagen im Dezember 2021 um etwa ein Drittel höher als vor der Pandemie für diese Jahreszeit üblich. Hier wirkt sich auch die Sonderregelung aus, dass telefonische Krankschreibungen möglich waren und sind. Hinzu kommen Ausfälle durch Quarantäne wegen des Kontakts zu einer infizierten Person oder im Verdachtsfall sowie Ausfälle von Eltern, die ihre Kinder aufgrund von Quarantänemaßnahmen in Kindertagesstätten und Schulen zu Hause betreuen mussten.

Damit die Arbeit in Geschäften, Krankenhäusern oder auf Baustellen nicht zum Erliegen kommt, braucht es weiterhin einen guten Arbeits- und Gesundheitsschutz , vor allem, weil seit dem Ende der Homeoffice-Pflicht auch mehr Menschen in die Büros zurückgekehrt sind. Im Interview spricht Prof. Lars Adolph von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz  und Arbeitsmedizin darüber, wie die Corona-Pandemie den Arbeits- und Gesundheitsschutz  nachhaltig verändern wird.

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