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39 %

Ausbildungsplätze wegen Bewerbermangel unbesetzt

Die Duale Ausbildung  ist in der Pandemie unbeliebter geworden, eine Vielzahl an Ausbildungsplätzen bleibt unbesetzt. Wie der Ausbildungsmarkt sich erholen könnte.

39 Prozent. So hoch war Anfang September 2021 der Anteil unbesetzter Ausbildungsplätze in den befragten Betrieben einer IAB-Befragung. Besonders betroffen sind das Baugewerbe und kleinere Betriebe mit weniger als 50 Beschäftigten. Zwar dürften einige der Stellen in den vergangenen Monaten durch Nachvermittlung noch besetzt worden sein, dennoch zeigt diese Zahl eines sehr deutlich: Aus Sicht der Betriebe bremst vor allem der Mangel an passenden Bewerbungen die Erholung am Ausbildungsmarkt von der COVID-19-Krise. Im Dezember 2020 hatten viele Betriebe noch erwartet, dass sie aufgrund finanzieller Probleme und unsicherer Perspektiven weniger Ausbildungsverträge anbieten können.

    39 %

    Die Entwicklung lässt vermuten, dass die Attraktivität einer beruflichen Ausbildung bei Jugendlichen während der Covid-19-Pandemie nachgelassen hat. Dieser Trend war bereits vor der Pandemie zu beobachten, wie unsere Data Story zur dualen Ausbildung zeigt. Jedoch bleibt weiterhin ein relevanter Teil der Bewerberinnen und Bewerber ohne Ausbildungsplatz - und damit das Matching ein Kernproblem am Ausbildungsmarkt.

    Zur Stabilisierung der beruflichen Ausbildung haben SPD, Grüne und FDP mit der Ausbildungsgarantie einen Vorschlag der Gewerkschaften in den Koalitionsvertrag 2021 aufgenommen. Ziel ist es, möglichst allen Jugendlichen eine Perspektive in der beruflichen Ausbildung zu bieten. Damit schließt das Instrument an Angebote wie die Assistierte Ausbildung oder die Einstiegsqualifizierung an.

    Zentrale Quelle:

    Bellmann et al., 2021: Der Mangel an Bewerbungen bremst die Erholung am Ausbildungsmarkt. IAB-Forum. Link: https://www.iab-forum.de/der-mangel-an-bewerbungen-bremst-die-erholung-am-ausbildungsmarkt/ (letzter Abruf 30.11.2021) 

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