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Infografik Geflüchtete Migration Treiber & Trends

Ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind meist aus der EU

Immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer  in Deutschland kommen aus dem Ausland. Der Anteil Geflüchteter am Arbeitsmarkt hat sich seit 2015 vervierfacht.

Immer mehr ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Ihre Zahl ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen und wurde auch nicht durch Corona gestoppt. EU-Beschäftigte sind dabei die mit Abstand größte Gruppe. Der Anteil sozialversicherungspflichtig beschäftigter Geflüchteter hat sich seit 2015 vervierfacht. Mittlerweile haben sie einen ähnlich großen Anteil am Arbeitsmarkt wie Beschäftigte aus den Westbalkanländern.

Der Zuzug von Drittstaatsangehörigen auf der Suche nach Beschäftigung spielt dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Vor allem die Zuwanderung Hochqualifizierter mit der sog. blauen Karte EU wächst auf nur niedrigem Niveau von 6.700 (2015) auf etwa 13.000 Personen (2019) (BAMF 2020, S. 78). Eine Ausnahme schaffte die sog. „Westbalkanregelung“.

Die Infografik ist in zwei Abschnitte unterteilt und zeigt zunächst die Entwicklung von ausländischen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigtengruppen in Deutschland zwischen Juni 2015 und Juni 2020. Die meisten ausländischen Erwerbstätigen kommen aus der EU, deren Anzahl hat sich von knapp 1,6 Millionen auf über 2,2 Millionen innerhalb von 5 Jahren erhöht. Die Beschäftigung von Geflüchteten hat sich im gleichen Zeitraum von über 77.000 auf über 350.000 erhöht. Eine etwas größere Gruppe bilden Beschäftigte aus den Westbalkan-Ländern, die von 206.000 auf über 363.000 angestiegen ist.   Die zweite Grafik zeigt die Entwicklung von ausländischen geringfügig Beschäftigten. Auch hier dominieren Erwerbstätige aus der EU, deren Zahl allerdings im Zuge der Corona-Pandemie auf zuletzt 461.000 gesunken ist. Geflüchtete und Erwerbstätige aus den Westbalkan-Ländern sind eher selten geringfügig beschäftigt. Deren Zahl betrug 2020 knapp 68.000 bzw. 55.000 Beschäftigte.
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