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Gerechtigkeit am Arbeitsplatz erhöht die Zufriedenheit

Für die Arbeitszufriedenheit ist nicht nur ein gutes Einkommen entscheidend. Fast genauso schwer wiegen „weiche“ Faktoren. Wie zum Beispiel der Umgang im Team und der Einfluss der Führungskräfte. Auch das eigene Wohlbefinden durch eine ausgewogene Work-Life-Balance spielt eine wichtige Rolle.

Was macht uns zufriedener am Arbeitsplatz? Dieser Frage ist eine Studie im Auftrag des BMAS nachgegangen. Von 2012 bis 2018 wurden mehr als 7.000 Beschäftigte in Deutschland befragt, welche Rolle für sie die Arbeitsbedingungen am Arbeitsplatz für ihre Zufriedenheit spielen. Dazu zählen zum Beispiel unterstützende Kolleginnen und Kollegen, verantwortungsvolle Führungskräfte und faire Beförderungen im Team. Das Ergebnis: Gerechte Vorgesetzte haben einen ähnlich hohen Zusammenhang mit der Arbeitszufriedenheit wie ein gutes Einkommen.

Persönliche Erfahrungen beeinflussen die Arbeitszufriedenheit von Beschäftigten. Wie konkret sich Arbeitszufriedenheit und Arbeitsbedingungen bedingen, hat die Studie über einen Zeitraum von sechs Jahren untersucht. Hier sind die sieben Kern-Ergebnisse der Studie:

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    Als gerecht empfundene Vorgesetzte, Regeln sowie eine gute Personalentwicklung wirken sich positiv auf die Arbeitszufriedenheit von Beschäftigten aus. Negative Erfahrungen, wie eine als ungerecht wahrgenommene betriebliche Beförderungspolitik, haben einen signifikant negativen Einfluss. Warum die Arbeitszufriedenheit ein wichtiger Indikator für Betriebe ist, lesen Sie im Interview mit der Studienautorin Dr. Susanne Steffes vom ZEW.

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    Die Zufriedenheit mit dem Einkommen wirkt sich am stärksten auf die generelle Arbeitszufriedenheit aus. Unter Daten kompakt zeigen wir, wie viele Beschäftigte ihr Einkommen als gerecht empfinden. Die Vergütung bleibt somit eine entscheidende Komponente.

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    Auch zwischen dem eigenen Wohlbefinden und der Arbeitszufriedenheit besteht ein starker Zusammenhang: Je entspannter, ausgeruhter und frischer sich die Beschäftigten fühlen, desto größer ist die Zufriedenheit im Job.

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    Die Möglichkeit, eigene Entscheidungen zu treffen und einer abwechslungsreichen Tätigkeit nachzugehen, stehen ebenfalls in einem positiven Zusammenhang mit der Arbeitszufriedenheit.

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    Die gegenseitige Unterstützung zwischen Beschäftigten hat auch einen positiven Einfluss, während ein von Mobbing geprägtes Umfeld sich stark negativ auswirkt. Wie gut die Zusammenarbeit auch über unterschiedliche Standorte hinweg funktionieren kann, beleuchten wir in unserem Artikel „New Work – Zusammenarbeit auf Distanz“.

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    Insbesondere die Unterstützung durch Vorgesetzte ist für die Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten wichtig. Dabei sind folgende Eigenschaften der Vorgesetzten entscheidend: Vertrauen, Führungsfähigkeiten und Verständnis für die Anliegen ihrer Beschäftigten. Das Vertrauen der Vorgesetzten in die Fähigkeiten der Beschäftigten hat jedoch den größten Einfluss.

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    Maßnahmen der Personalentwicklung wie Weiterbildungsmöglichkeiten und strukturierte Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnen-Gespräche können den Einfluss der genannten Faktoren zwar stückweise kompensieren – jedoch nicht ersetzen. In dieser Infografik finden Sie die Anreize und Effekte der Weiterbildung im Überblick.

Zur Studie

Die Studie erschien im November 2021. Sie wurde gemeinschaftlich vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), vom Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und der Universität Tübingen im Auftrag des BMAS erstellt. Auf Basis des Linked Personnel Panels (LPP) wurden dafür unterschiedliche Dimensionen psychologischer Erlebniszustände von Beschäftigten und ihre Auswirkungen auf die Zufriedenheit mit Beruf und Arbeitsumfeld untersucht.

Die komplette Studie finden Sie hier: Arbeitszufriedenheit und Arbeitsbedingungen