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Inklusion in den Arbeitsmarkt reduziert Einsamkeit bei Menschen mit Behinderungen

Studie der Eurofound zeigt, dass Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt in der EU während der Corona-Pandemie stark Einsamkeit gefühlt haben – besonders in der Arbeitslosigkeit. Bei jungen Menschen mit Behinderung waren negative Auswirkung auf Wohlbefinden besonders stark.

 

56 Prozent aller arbeitslosen Menschen mit Behinderungen haben sich während der Corona-Pandemie einsam gefühlt. Das berichtet eine neue Studie der European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions, für die 45.000 Personen in der EU befragt wurden.

56 %

Eurofound

Die European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions, kurz Eurofound, ist die Europäische Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen. Die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt stellt neben vielen anderen Arbeitsmarktthemen einen Schwerpunkt der von Eurofound beauftragten Forschung dar.

Gehen die Menschen dagegen einer Beschäftigung nach, reduziert sich der Anteil auf 38 Prozent. Die breit erhobenen Daten verweisen darauf, dass die Integration in den Arbeitsmarkt nicht nur der finanziellen Teilhabe dient, sondern sich auch positiv auf das psychische Wohlbefinden auswirkt.

Gleichzeitig macht die Studie auch deutlich, dass die Corona-Krise die bereits bestehenden Ungleichheiten zwischen Menschen mit und ohne Behinderung verschärft hat. Das gilt besonders für junge Menschen mit Behinderungen (18-34 Jahre) in Europa. Etwa die Hälfte dieser Personengruppe hat sich während der Corona-Pandemie allein gefühlt. Bei den jungen Menschen ohne Behinderungen fühlte sich hingegen nur etwa ein Drittel einsam. Das psychische Wohlbefinden von jungen Menschen mit Behinderung hat während der Corona-Pandemie also deutlich stärker gelitten als das der Jüngeren am Arbeitsmarkt ohne Behinderung.

Zentrale Quelle:

European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions (2022): People with disabilities and the COVID-19 pandemic: Findings from the Living, working and COVID-19 e-survey